ADHS und ADS äußern sich bei Frauen häufig anders als bei Männern. Die Symptome sind oft weniger offensichtlich, werden von Anpassungsleistungen überdeckt und stehen im Spannungsfeld spezifischer gesellschaftlicher und biografischer Anforderungen. Dies führt dazu, dass Frauen auch heute noch deutlich seltener und häufig erst spät diagnostiziert werden – mit weitreichenden Folgen für die therapeutische Versorgung, das Selbstbild und die psychische Gesundheit.
Dieser zweistündige Online-Vortrag gibt einen fundierten Einblick in das Erleben von Frauen mit ADHS/ADS und beleuchtet die Unterschiede zum überwiegend männlich geprägten prototypischen Verständnis von AD(H)S. Im Mittelpunkt stehen aktuelle fachliche Perspektiven auf geschlechterspezifische Ausprägungen sowie deren Bedeutung für Diagnostik und Behandlung.
Inhalte:
- typische Erscheinungsformen von ADHS/ADS bei Frauen
- Gründe für späte oder ausbleibende Diagnosen
- zentrale Aspekte einer geschlechtersensiblen Diagnostik
- therapeutische Implikationen unter Berücksichtigung von Lebenssituation, Ressourcen und individuellen Stärken
Der Vortrag bietet eine strukturierte fachliche Einordnung und schafft zugleich Raum für kurze Rückfragen am Ende der Veranstaltung.
Zielgruppe
- Therapeut:innen, Berater:innen und Coaches
- Fachkräfte aus psychosozialen, pädagogischen und medizinischen Arbeitsfeldern
- Interessierte mit fachlichem oder persönlichem Bezug zum Thema ADHS/ADS bei Frauen



